Oberkasseler Brücke

Sie war die erste feste Brücke bei Düsseldorf und ersetzte eine Schiffbrücke. Die Oberkasseler Brücke wurde in privater Trägerschaft als Projekt der Rheinischen Bahn-Gesellschaft errichtet. Die Anteilseiger planten nicht nur die Weiterentwicklung des Bahnverkehrs, sondern auch eine Erschließung und Vermarktung des linksrheinischen Baulandes, das – vor dem Bau erworben – durch die Errichtung der Brücke an Wert enorm zunahm und von den Anteilseignern mit hohem Gewinn wieder verkauft werden konnte. Nach zwei Jahren wurde die Brücke 1898 eröffnet. Sie war 14 Meter breit und überspannte den Rhein mit zwei Bögen auf einer Strecke von mehr als 300 Metern. Die beiden Portalbauten wurden im Rahmen der Brückenverbreiterung in den Jahren 1925/26 entfernt. Von 1934 bis 1945 trug sie zur Erinnerung an die Seeschlacht des Jahres 1916 den Namen „Skagerrak-Brücke“. Am 3. April 1945 wurde sie von deutschen Truppen gesprengt und ihre Funktion nach der Befreiung durch die Amerikaner kurzfristig von der Freeman-Bridge übernommen. Danach musste von 1948 bis 1974 eine Dauerbehelfsbrücke Dienst tun. Als deren Ersatz wurde knapp 50 Meter rheinaufwärts eine neue Brücke errichtet und mit Behelfszufahrten versehen. Nach dem Abbruch der alten Brücke wurde das neue Bauwerk als letztes Mitglied der sogenannten Düsseldorfer Brückenfamilie in einer spektakulären Aktion am 7./8. April 1976 an den Standort der alten Brücke verschoben. Ihre heutige Länge beträgt 614 Meter bei einer Spannweite von 257 Metern. Die Breite liegt bei 35 Metern. Der Pylon erreicht eine Höhe von 104 Metern.

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Oberkasseler Brücke, Ort: Düsseldorf