Salzmann-Bau

Der Salzmannbau ist einer der bekanntesten Industriebauten in Düsseldorf. Das verdankt er neben seiner besonderen architektonischen Qualität auch seinem Namen, der nicht an das Unternehmen, die Papier- und Maschinenfabrik Jagenberg, sondern an den Industriearchitekten Heinrich Salzmann erinnert. Die Firma selbst wurde 1878 von Ferdinand Emil Jagenberg als Papierhandlung gegründet. Unter seinen Söhnen Max und Emil wandelte sich das Unternehmen in eine Maschinenfabrik für Papierverarbeitungs- und Verpackungsmaschinen. Wichtige Produkte waren Papierbögen-Querschneider, Rollmaschinen u.a. für den Zeitungsdruck oder aseptische Verpackungen, z. B. Getränkekartons. 1906 bezog Jagenberg ein neues Firmengelände an der Himmelgeister Straße, den Salzmann-Bau. Zusammen mit Curt Ganzlin plante Salzmann den 1904-1913 sowie 1927/28 in mehreren Etappen entstandenen Bau, dem ein Baukastensystem zugrunde liegt. Das Gebäude wurde mit einer damals hochmodernen verklinkerten Stahlskelettbauweise errichtet. Es ermöglichte die für das Ensemble typischen großen Fenster, die neue Lichtbedingungen in den Fabrikbau einführten. Typisch ist auch die Außenhaut aus weißen und grünen Kacheln. Nach dem 2. Weltkrieg wurde Jagenberg eine der führenden Papiermaschinenhersteller in Deutschland und beteiligte sich an der Gründung der Messen Drupa in Düsseldorf. Rheinmetall übernahm die Firma 1981. 1985 wurde der Standort aufgegeben. 1986-1994 wurde das Ensemble von der Landesentwicklungsgesellschaft restauriert und für eine Mischnutzung aus sozialem Wohnungsbau und Kulturzentrum mit Künstlerateliers, Ausstellungsräumen sowie einem Veranstaltungsraum umgestaltet, Jagenberg gehört heute zur Firmengruppe Kleinewefers in Krefeld.

Besucherinformation

Salzmannbau Himmelgeister Straße 107, 40225 Düsseldorf