Düsseldorfer Industriekultur erleben

Die Industrialisierung hat Düsseldorf zu dem gemacht, was es heute ist. Aus einer verschlafenen Provinzstadt wurde eine pulsierende Metropole. Düsseldorf war nicht nur der Schreibtisch des Ruhrgebiets, noch heute ist sie der zweitgrößte Industriestandort Nordrhein-Westfalens. Wir zeigen, welche sichtbaren und unsichtbaren Spuren die Industrialisierung in unserer Stadt hinterlassen hat und wie wir heute noch durch sie geprägt sind.

Um 1905 waren nur noch 30 Prozent aller Einwohner der Stadt gebürtige Düsseldorfer. Wie war das bei Ihnen: Wann kam Ihre Familie nach Düsseldorf? Wann wurde die Straße, in der Sie leben, angelegt, wann das Haus gebaut, in dem Sie wohnen? Wo hat eigentlich Ihr Großvater gearbeitet? Die Wiederentdeckung der jüngeren Ortsgeschichte ist für viele von Ihnen zugleich Teil der eigenen Familiengeschichte.

Aktuelle Termine – folgen in Kürze

Artikel in der Rheinischen Post vom 17.10.2022


Erfolgreiche Ausstellung des „Glasschatzes“

 

Mehr als 1000 Besucher konnte der FKI-Industriekultur Düsseldorf e.V. bei seiner Ausstellung „Gerresheimer Glas – Aus dem Alltag nicht wegzudenken!“ begrüßen.

Gezeigt wurde in den Ausstellungsräumen an der Heyestraße 99 in Düsseldorf-Gerresheim ein Teil des sogenannten „Glasschatzes“, den der FKI im Jahr 2015 während der Abrissarbeiten auf dem Gelände der ehemaligen Glashütte retten konnte.

Die Musterglassammlung umfasst die gesamte Produktpalette der Glashütte zwischen 1950 bis in die 1980er Jahre und stellt damit ein bedeutendes Zeugnis bundesrepublikanischer Wirtschaftsgeschichte dar.

Schon bei der Eröffnung konnten mehr als 100 Gäste begrüßt werden. Am letzten Ausstellungstag konnte der Vorsitzende Franz Nawrath verkünden, dass die Schau „mit bisher über 1.000 Besuchern die wahrscheinlich erfolgreichste in der Geschichte des FKI“ ist. Ein Interview mit Herrn Koppenburg (Zeitzeuge der Glashütte) brachte Einblicke in die Geschichte des 2005 geschlossenen Werkes.

Zum krönenden Abschluss wurde die einzigartige Glassammlung symbolisch an Frau Dr. Gabriele Uelsberg von der „Stiftung Haus der Geschichte NRW“ übergeben.

 

Planungen für 2023

 

Auch im Jahr 2023 plant der FKI-Industriekultur Düsseldorf e.V. zahlreiche Veranstaltungen und Angebote für Mitglieder und Gäste. Das Jahr beginnt am 11. März ab 11 Uhr mit der traditionellen Reinigung des Ringofens an der Bergischen Landstraße.

Von April bis Oktober wird es mehrere Führungen zu den Themen „Der Ringofen der Ziegelei Sassen“, „Drahtindustrie in Gerresheim“, „Zwischen Arbeitersiedlung und Industriellensiedlung“ sowie „Rund um die Glashütte geben. Die genauen Termine werden in Kürze bekannt gegeben.

Selbstverständlich wird sich der Verein auch am diesjährigen „Tag des Offenen Denkmals“ am 2. Sonntag im September beteiligen. Den 10. September sollte man sich also schon einmal vormerken!

Ein Highlight wird sicherlich wieder unsere große Ausstellung zur Industriegeschichte im Herbst, die Planungen laufen auf Hochtouren. Nähere Informationen folgen!

 

 


Die Ausstellung ist mit der Finissage am 15. August 2021 offiziell beendet worden, aber sie wird für einige Zeit noch im Ringofen stehen bleiben und kann von Interessierten auf Anfrage besucht werden.

Bitte melden Sie sich unter ausstellung@industriekultur-duesseldorf.de und vereinbaren Sie einen Termin.

 

 

Eine Ausstellung des Vereins Industriekultur Düsseldorf FKI

Düsseldorfer Antworten: Von Arbeitersiedlungen und neuen Wohnquartieren 

Wohnungsbau in Düsseldorf zwischen 1860 und heute

 

Vom 18. Juli bis 15. August 2021 präsentiert der Verein „Industriekultur Düsseldorf FKI“ eine neue Ausstellung zur Geschichte des Wohnungsbaus in Düsseldorf.
Im Zuge der Industrialisierung expandierte die Stadt Düsseldorf enorm, bezahlbarer Wohnraum war knapp. Wie reagierte die Stadt Düsseldorf auf dieses soziale Problem? Wie entwickelte sich der Wohnungsbau in der heutigen Landeshauptstadt? Diesen und anderen Fragen geht die neue Ausstellung zur Düsseldorfer Geschichte nach.
Die Ausstellung über Wohnungsbau zeigt die Facetten des sozialen Lebens in verschiedenen Schichten und lässt die städtebauliche Entwicklung Düsseldorfs an einzelnen Beispielen nachvollziehen. Auch der Siedlungsbau zu propagandistischen Zwecken in der Zeit des Nationalsozialismus wird thematisiert.
Der thematische Bogen wird weiter über die Nachkriegszeit in die Gegenwart gespannt. Am Beispiel verschiedener Siedlungsprojekte, wie z.B. dem Klemensviertel in Kaiserswerth, wird die Entwicklung des Wohnungsbaus in der Landeshauptstadt, der stets von sozialen Fragen begleitet wurde und trotzdem von Innovationen geprägt war, dargestellt. Die Umnutzung von ehemaligem Industriegelände wird ebenfalls an verschiedenen Beispielen aufgezeigt, dazu gehören Flächen in Oberbilk oder Oberkassel oder auch die aktuellen Großprojekte „Grafental“ in Flingern oder das „Glasmacherviertel“ in Gerresheim.
Die Ausstellung wird im letzten erhaltenen Ringofen Düsseldorfs an der Bergischen Landstraße in Düsseldorf-Ludenberg präsentiert. Dieser Ort ist fest mit der dargestellten Geschichte verwoben, da unter anderem hier die Ziegel für den Wohnungsbau in Düsseldorf hergestellt wurden. Wir sind froh und stolz, dass diese Ausstellung nun endlich der Öffentlichkeit präsentiert werden kann. Durch die Pandemie musste die Eröffnung immer wieder verschoben werden.
Die Ausstellung wurde durch die Landeshauptstadt gefördert und durch das Stadtarchiv Düsseldorf unterstützt.

 

Informationen zur Ausstellung:

Ort: Ringofen an der Bergischen Landstraße
Der Eintritt ist frei.

 


25

Stelen des Industriepfads

15

Ausstellungen

23

Publikationen

103

Mitglieder

Förderkreis Industriepfad

Wie keine andere Epoche hat die Industrialisierung die Entwicklung Düsseldorfs geprägt. Trotzdem ist ihr Einfluss weitgehend in Vergessenheit geraten. Oder wussten Sie, dass Düsseldorf der Endpunkt der ältesten Eisenbahn in Westdeutschland ist? Dass um 1900 mehr als zwei Drittel aller Düsseldorfer gar nicht von hier stammten und dass die Gründung des Verbands der europäischen Flaschenfabriken eine Düsseldorfer Initiative war?

Industriekultur – FKI will diese Industriegeschichte auf dem vier Kilometer langen Pfad mit 25 Stationen zwischen dem letzten von ehemals 40 Ziegelöfen in Düsseldorf und der ältesten Bahnstation Westdeutschlands erlebbar machen. Dabei geht es nicht nur um nüchterne Fakten zur industriellen Entwicklung, sondern auch um die Auswirkungen für die Menschen, die Natur und die Stadtentwicklung.

Der Industriepfad ist zudem Teil der Industrieroute „Rheinschiene“ zwischen Bonn und Wesel.

(www.industrieroute-rheinschiene.de)

Führungen, Vorträge u.v.m.

Der FKI bietet individuelle Führungen zur Düsseldorfer Industriegeschichte entlang des Pfads, aber auch im übrigen Stadtgebiet.

Ideal für private Gruppen oder Betriebsausflüge. Sprechen Sie uns an.

Ausstellungen

Seit der FKI 2009 mit seiner Arbeit an die Öffentlichkeit gegangen ist, zeigt er jedes Jahr mindestens eine Ausstellung. Mit fundiert recherchierten Inhalten und professionell gestaltetem Layout erreichen sie immer ein großes Publikum.

Ringofen

Zwischen 1880 und 1950 war die Ziegelindustrie in Düsseldorf eine prägende Industrie. …

Industriepfad

Der Industriepfad Düsseldorf-Gerresheim macht auf vier Kilometern Gerresheimer und Düsseldorfer Industriegeschichte erlebbar. …

Projekte

Der FKI will Industriekultur in Düsseldorf erlebbar machen. Um das zu erreichen ist der Verein vielfältig aktiv. …

Publikationen

Der FKI glaubt an das Buch. Daher veröffentlicht er immer wieder hochwertig gestaltete Bücher. …

Verein

Unter dem Vorsitz des Architekten und Städteplaners, Prof. Niklaus Fritschi, gründete sich 2007 der Förderkreis Industriepfad Düsseldorf-Gerresheim e.V. …

Orte Idustriekultur

Düsseldorf hat ein reiches industriekulturelles Erbe. Und so gibt es auch abseits des Industriepfads in Düsseldorf-Gerresheim im fast gesamten Stadtgebiet …

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